Ein wunderschönes Wochenende mit viel Gastfreundschaft

Bislang ist mein Wochenende echt super verlaufen. Ich habe ein wunderbaren Abend bei der Familie einer Arbeitskollegin verbracht und bin dann auch direkt über Nacht geblieben und am nächsten Tag mit dem Sohn, dem Neffen und der Freundin des Neffen golfen gewesen. Nach einem wunderbaren Lunch und dem Film „Forgetting Sarah Marshall“ bin ich jetzt wieder zu Hause angekommen. Das schöne ist, dass morgen ein Feiertag ist und ich nicht zur Arbeit muss.

Für alle, die weiter lesen möchten, jetzt noch mal etwas ausführlicher, muss nämlich mal etwas weiter ausholen…

In den letzten Monaten habe ich erfahren können, dass viele Kanadier irgendetwas versprechen und es dann nicht halten. „Oh, ich ruf dich morgen an, dann kannst du mal zu meinem Haus kommen“, „Lass uns doch mal was am Wochenende machen“. „Dann und dann fahren hin, da biste fest eingeplant“. Nur in fast 98% der Fälle kommt dann nix. Zunächst dachte ich, dass liegt vielleicht an mir (mag ja auch immer noch sein), aber Magdalena hat wohl das gleiche erfahren müssen. Eigentlich sehr schade, aber mittlerweile richte ich mich darauf ein.

Anders ist es nun bei Gigie. Sie ist Mitte 40 und meine Cubical (grauer Kasten, in dem man arbeitet – Foto am Ende des Eintrags) Nachbarin und arbeitet eigentlich in einer anderen Abteilung. Wie dem auch sei, wenn sie mal sagt, „magst du nicht zu uns kommen“, dann hält sie auch ihr Versprechen. So dann auch gestern geschehen, sie hat mich angerufen und ihre Tochter hat mich hier zu Hause abgeholt. Wir hatten ein super leckeres Abendessen mit Fisch, Naturreis, Bohnen und Kartoffeln mit Pesto. Ein Traum. So langsam bin ich nämlich das Essen meiner Gastmutter leid. Es gibt immer das gleiche Essen, welches möglichst preisgünstig ist. Zudem dann noch bis zur Vollendung gekocht. Wenn es denn dann mal Fleisch gibt, dann ist dieses auch so richtig tot – es ist nämlich so lang gekocht, dass keine, aber auch wirklich keine Flüssigkeit mehr drin ist. Somit lass ich schon mal Fleisch liegen und das will schon was heißen…

Nun ja, zurück zum Abend. Des Neffen Freundin hatte noch drei Weine mitgebracht, die wir verkostet haben (natürlich kein Vergleich zum Lex – Freu ich mich auf Januar!). Zu guter letzt gab es dann noch Irish Coffee. Dann war es auch schon so spät und keiner konnte und wollte mehr fahren (Sie wohnen am anderen Ende der Stadt – 20 – 30 Minuten Fahrzeit), dass ich spontan da geblieben bin. Morgens ist Gigie dann mit mir nach Hause gefahren, damit ich meine Golfausrüstung und Schuhe holen konnte, um dann ein neun Loch Golfkurs zu bespielen. Dann gab es noch eine Curry Chicken Quiche, frischen Salat und Ciabatta + einen leckeren australischen Weißwein.

Ich hatte echt eine schöne Zeit bei den McGlynn’s und werde hoffentlich irgendwann noch mal jemandem in meiner Situation in Deutschland die gleiche Freude machen können.

Mein grauer Kasten, in dem ich arbeite

Mein grauer Kasten, in dem ich arbeite

Schön gedeckter Tisch mit Kerzen und Co.

Eine Antwort

  1. Hallo du,

    jetzt hab ichs doch tatsächlich geschafft mir deine neue Seite anzuschauen, wie versprochen. Deine Wochenendgeschichte kommt mir nur irgendwie bekannt vor, hast du mir die vielleicht schon zweimal am Telefon erzählt? :-)
    Dann mach dir mal noch ne schönen freien Abend, du Gummibärchenmörder,

    Magdalena

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